Hochschule Flensburg erforscht Netzstabilisierung mit Windkraftanlagen

04. Nov 2020

Forschungsteam entwickelt gasbetriebenen WEA-Emulator

Um zu untersuchen, wie Windkraftanlagen das Stromnetz stabilisieren können, hat ein Team der Hochschule Flensburg einen Windenergieanlagenemulator mit einem Gasmotor als Antrieb entwickelt. Ein Emulator ist ein Simulations-System aus technischen und Computer-Komponenten. In diesem Fall simuliert es die Stromproduktion einer Windkraftanlage (WEA) mit ihrem aerodynamischen und strukturdynamischen Verhalten.

Das Forschungsprojekt unter der Leitung von Prof. Dr. Clemens Jauch und Prof. Dr. Michael Thiemke findet im Rahmen des vom BMBF geförderten Projekts „GrinSH – Grenzland INNOVATIV Schleswig-Holstein“ statt und hat ein Volumen von 7,6 Mio.

Der bedeutendste Unterschied zwischen diesem WEA-Emulator und anderen WEA-Prüfständen ist, dass der Gasmotor das Verhalten der WEA auf die Drehzahl des Generators simuliert, ohne dazu Energie aus dem Stromnetz zu beziehen. Auf diese Weise speist der WEA-Emulator Energie in das Netz ein und erzeugt dadurch eine Leistungseinspeisung und Energiebilanz im Netz vergleichbar einer realen WEA.

Der Windenergieanlagenemulator wird voraussichtlich Anfang 2021 in Betrieb genommen. Er kann bis zu 1200 kW an Strom erzeugen. Für den maritimen Forschungsbereich der Schiffstechnik dient der neue Gasmotor darüber hinaus der Erforschung und Erprobung regenerativer Kraftstoffe wie dem synthetischem Gas für den Einsatz in der Seeschifffahrt und weiterer Energiesysteme am Forschungsstandort Kielseng 15a in Flensburg.

hs-flensburg.de

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