"Innovationen für die Energiewende" - 7. Energieforschungsprogramm der Bundesregierung

Die Bundesregierung fördert im Rahmen des 7. Energieforschungsprogramms die Forschung und Innovation im Energiebereich in insgesamt 19 Schwerpunktthemen. (kontinuierliches Förderprogramm - kein Bewerbungsschluss)

Die Bundesministerien für Wirtschaft und Energie, für Bildung und Forschung sowie für Ernährung und Landwirtschaft unterstützen Sie bei Projekten, die zum Erreichen der energiepolitischen Ziele der Bundesregierung beitragen. Als neues Format ist das Thema "Reallabore der Energiewende" - Labore für die Entwicklung und Erprobung von innovativen Technologien in realen Bedingungen - dazugekommen; ansonsten werden folgende technologiespezifischen Förderschwerpunkte definiert:

  • Gebäude und Quartiere (Forschung und Entwicklung energieeffizienter Gebäude und Quartiere; u.a. Innovationen zu Baustoffen und Materialien und die Weiterentwicklung von bautechnischen Komponenten und Gebäudetechnik)
  • Industrie, Gewerbe, Handel und Dienstleistungen (u.a. Suche nach innovativen und effizienten Prozessen und Prozesstechnologien, die den Energieeinsatz reduzieren)
  • Energiewende im Verkehr (u.a. Weiterentwicklung innovativer Mobilitätskonzepte, alternativer und schadstoffarmer Antriebstechnologien an den Schnittstellen zwischen Energiewirtschaft und Verkehr)
  • Brennstoffzellen (Teil des Nationalen Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie; u.a. Maßnahmen, die den Betrieb der Brennstoffzelle in allen Betriebspunkten optimieren, sodass die Effizienz im realen Einsatz gesteigert und die Lebensdauer erhöht wird)
  • Photovoltaik (u.a. Entwicklung neuer Materialien und Weiterentwicklung innovativer Technologien für eine gesteigerte Produkqualität und gesenkten Kosten)
  • Windenergie (u.a. Forschung an leistungsstärkeren und zuverlässigeren Anlagen, die auch bei schwächerem Wind oder schwierigeren Umgebungen wie bewaldeten oder bergigen Gebieten verlässlich Strom erzeugen)
  • Energetische Nutzung biogener Rest- und Abfallstoffe (u.a. Verbesserung von Flexibilisierung, Vernetzung und Marktfähigkeit von Bioenergieanlagen für Strom und Wärme, durch beispielsweise digital basierte Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik, sowie der Einsatz nachhaltig erzeugter, flüssiger und gasförmiger Biokraftstoffe)
  • Geothermie (u.a. Demonstrations- und Pilotvorhaben, welche die technische Machbarkeit und den wirtschaftlichen Betrieb großräumiger geothermischer Wärmenutzung aufzeigen und als Vorbilder für weitere Standortentwicklungen dienen)
  • Wasserkraft und Meeresenergie (u.a. Technische Neuerungen und die Modernisierung von Turbinen und Generatoranordnung sowie Entwicklung und Demonstration von Meeresströmungsturbinen und Wellenenergiekonvertern)
  • Thermische Kraftwerke (u.a. Entwicklung neuer Kraftwerksprozesse, um neuartige Kreisprozesse oder hybride Anlagenkonzepte zu entwickeln und Energiespeicher in den Kraftwerksprozess zu integrieren)
  • Stromnetze (u.a. Verbesserung von Betriebsmitteln, Automatisierung und Digitalisierung)
  • Stromspeicher (u.a. Entwicklung und Erprobung neuer Speichertechnologien, um Kosten zu senken, gleichzeitig aber Performance, Sicherheit und Nachhaltigkeit zu steigern)
  • Sektorkopplung und Wasserstofftechnologien (u.a. Vernetzung von Energiesystem sowie (Weiter-)Entwicklung von Verfahren zur Erzeugung, Speicherung, Transport und Anwendung erneuerbaren Wasserstoffs)
  • Technologien für die CO2-Kreislaufwirtschaft (u.a. Entwicklung von skalierbaren technologischen Prozessen und wirtschaftlichen Konzepten zur CO2-Abscheidung)

Zusätzlich werden folgende Querschnittsthemen definiert:

  • Technologieorientierte Systemanalyse (u.a. interdisziplinärer Austausch zur (Weiter-)Entwicklung von Methoden, beispielsweise um Zusammenhänge im System abzubilden und zu beschreiben und um mögliche Kopplung von Systemen zu untersuchen)
  • Digitalisierung der Energiewende (u.a. Themen der IT-Sicherheit und Anpassung an veränderte Rahmenbedingungen durch Künstliche Intelligenz, Internet of Things, und so weiter)
  • Ressourceneffizienz im Kontext der Energiewende (u.a. Schutz und nachhaltigere Verwendung von begrenzt verfügbaren Rohstoffen sowie Forschung für verbesserte Material- und Ressourceneffizienz durch beispielsweise Wiederverwertung)
  • Energiewende und Gesellschaft (Inter- und Transdisziplinäre Zusammenarbeit, um eine hohe Teilhabe und Akzeptanz in der Energiewende und frühzeitig in der Entwicklung neuer Technologien und Systemlösungen zu erreichen)

Weitere Informationen finden Sie hier.

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