Wellenkraftwerk, Sektorkopplung und Milchproduktion

04. Dez 2019

Landesregierung Schleswig-Holstein übergibt während des "Science Match Future Energies" Förderbescheide an 3 von 10 ausgewählten Innovationsprojekten

Zum „Science Match Future Energies” in Kiel, ausgerichtet vom Berliner Zeitungsverlag „Tagesspiegel“ und der Landesregierung Schleswig-Holstein, präsentierten 100 herausragende Energie-, Klima- und Nachhaltigkeitsforscher sowie Vertreterinnen und Vertreter aus der Wirtschaft ihre Ideen und Innovationen zu den Themen Klimaschutz, Energiewende und Nachhaltigkeit.

Während dieser Wissenschaftskonferenz überreichten Schleswig-Holsteins Wissenschaftsministerin Karin Prien, Energiewendeminister Jan Philipp Albrecht und Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz die ersten drei Förderbescheide im Rahmen eines im April aufgelegten Landes-Ideenwettbewerbs zur Forschungs-Infrastruktur. Sieben weitere Projektträger bekommen in den nächsten Wochen Bescheid über die genaue Höhe der Förderung. Alle zehn Forschungs-Vorhaben werden mit insgesamt 6,3 Millionen Euro aus EU- und Landesmitteln gefördert.

Die ausgewählten Projekte und Einrichtungen sind:

1. Testanlage für ein Wellenkraftwerk im Modellmaßstab

Projektträger: Forschungs- und Entwicklungszentrum Fachhochschule Kiel (F+E GmbH) mit Björn Lehmann-Matthaei sowie Fachhochschule Kiel, Prof. Dr. Christian Keindorf. Projektvolumen: 593.000 Euro, Förderung: 533.000 Euro.

2. Testlabor für Sektorkopplung Power-to-Fuels sowie Chemicals Biogas- und Energiespeichertechnologie

Projektträger: Hochschule Flensburg mit Prof. Dr. Hinrich Uellendahl.
Projektvolumen: 703.000 Euro, Förderung:   629.000 Euro.

3. Low-Input Weidemilchproduktion im landwirtschaftlichen Gemischtbetrieb:

Projektträger: Christian-Albrechts-Universität zu Kiel mit Prof. Dr. Friedhelm Taube.
Projektvolumen: 251.000 Euro, Förderung: 226.000 Euro.

4. Reallabor Nutzerzentriertes Bidirektionales Laden (ReNuBiL)

Projektträger: Universität zu Lübeck mit Prof. Dr. Thomas Franke (Projektleitung) und Prof. Dr. Martin Leucker, Projektvolumen rd. 896 T€

Projekt: Ziel des Projekts ReNuBiL ist der Aufbau eines Reallabors zur Untersuchung des nutzerzentrierten bidirektionalen Ladens von E-Fahrzeugen. Im Fokus stehen dabei der Aufbau einer Ladeinfrastruktur aus batterieelektrischen Fahrzeugen, Ladesäulen und Batteriespeicher sowie die softwareseitige Implementierung für den Car-Sharing-Einsatz. Dadurch soll es möglich werden, Ansätze zur Steigerung der Effizienz des Ladens der Fahrzeuge hinsichtlich der auftretenden Netzbelastung sowie des Rückspeisens von Strom in das Netz unter Alltagsbedingungen zu testen und zu optimieren.

5. Cloudbasiertes, selbstlernendes Batteriemanagementsystem

Projektträger: Forschungs- und Entwicklungszentrum Fachhochschule Kiel GmbH mit Björn Lehmann-Matthaei (Projektleitung) und Prof. Dr. Christoph Weber (Fachhochschule Kiel); Projektvolumen rd. 325 T€

Projekt: Im Vorhaben soll ein neuartiges, cloudbasiertes Batteriemanagementsystem entwickelt werden, welches eine sehr genaue Prognose bezüglich des Ladezustandes sowie des Gesundheitszustandes für jede einzelne im Batteriesystem genutzte Zelle im laufenden Betrieb geben kann. Hierzu soll die Diagnosefähigkeit des Systems durch einen maschinellen, selbstlernenden Prozess verstärkt werden.

6. Labor für zuverlässige Batterie gestützte Energiewandlung (BAEW)

Projektträger: Christian-Albrechts-Universität zu Kiel mit Prof. Dr. Marcus Liserre (Projektleitung), Prof. Dr. Rainer Adelung und Dr. Sandra Hansen, Projektvolumen: rd. 2.218 T€

Projekt: Ziel ist der Aufbau eines Reallabors zur Untersuchung und Entwicklung neuartiger, innovativer und zuverlässiger Batterietechnologien. Hierfür soll die Expertise im Bereich der Materialwissenschaften und der Leistungselektronik zusammengebacht und um zusätzliche Forschungsinfrastruktur erweitert werden, um anwendungsnahe leistungselektronische Fragestellungen mit Bezug zur Speicherintegration in Smart Grids und Elektromobilität durchführen zu können.

7. SilentAeroHand

Projektträger: Forschungs- und Entwicklungszentrum Fachhochschule Kiel GmbH mit Björn Lehmann-Matthaei (Projektleitung) und Prof. Dr. Alois Schaffarczyk (Fachhochschule Kiel); Projektvolumen rd. 497 T€

Projekt: Mit der anwendungsorientierten Forschungsinfrastruktur wird die Verbesserung der aerodynamischen und akustischen Eigenschaften von Windturbinenblättern angestrebt. Dadurch soll es möglich werden, die Effizienz bezüglich des Energieertrages von Windenergieanlagen zu steigern sowie die Schallemissionen zu verringern.

8. Forschungsinfrastruktur für das Monitoring der Energieflüsse in Schleswig-Holstein (MESH100)

Projektträger: Fachhochschule Westküste, Heide mit Volker Köhne, Projektvolumen rd. 580 T€

Projekt: Ziel ist die Schaffung einer Infrastruktur zur visuellen Verknüpfung der Energiesektoren und zum Monitoring verschiedener relevanter Energieprozesse in Schleswig-Holstein. Dabei sollen jeweils aktuelle Betriebszustände der Anlagen und Energienetze von Großverbrauchern und Energieversorgern parallel dargestellt werden können. Durch die Aggregation der Systemdaten kann die Sektorenkopplung effektiver erforscht und überwacht werden.

9. Digitale Infrastruktur für einen nachhaltigen Gebäudebetrieb (DING)

Projektträger: Technischen Hochschule Lübeck mit Prof. Sebastian Fiedler, Projektvolumen rd. 955 T€

Projekt: Durch den Aufbau einer Daten- und Messinfrastruktur an Gebäuden der Technischen Hochschule Lübeck zur Ermittlung relevanter Zustände sowie Stoff- und Energieflüsse, sollen digitale Modelle von vorhandenen Gebäuden entwickelt werden. Die neue Forschungsinfrastruktur ermöglicht die Aufnahme und Aufbereitung von Daten aus dem Gebäudebetrieb und Nutzerverhalten sowie die Entwicklung digitaler Werkzeuge und Methoden zur baulichen Optimierung von Gebäuden sowie deren nachhaltigem Betrieb.

10. Mittelspannungs-Netznachbildung

Projektträger: Hochschule Flensburg mit Prof. Dr. Frank Hinrichsen, Projektvolumen 269 T€

Projekt: Ziel des Projektes ist die Erweiterung des bereits bestehenden Mittelspannungs-Stromrichterprüffeldes um eine Netznachbildung. Damit sind weiterführende Untersuchungen an Modularen Mehrpunktumrichtern für Mittelspannungsanwendungen unter verschiedenen Netzsituationen möglich. Zum Einsatz kommen diese Bauteile beispielsweise als Einspeiseumrichter bei großen Windenergieanlagen oder im Bereich der Landstromversorgung von großen Schiffen.

Hier finden Sie die vollständige Pressemitteilung des Wirtschaftsministeriums Schleswig-Holstein.

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