Von Pionieren und Prototypen

Schleswig-Holstein ist die Wiege der Windindustrie

Im Vordergrung das Maschinenhaus einer Windkraftanlage auf dem Turm. Zwei angeseilte Arbeiter befinden sich auf dem Haus bzw auf dem Mittelteil des dreiflügeligen Rotors, der von einem Kran zur Montage vor dem Maschinenhaus gehalten wird. Dahinter schweift der Blick über Flaches Land mit Feldern, Gehöften und einzelnen Windparks mit zahlreichen Anlagen.

Über 1.000 Unternehmen und Betriebe in Schleswig-Holstein arbeiten in der Windenergie-Branche. Dazu gehören die Bereiche Anlagenbau, Logistik, Zulieferung spezialisierter Teile, Planung, Betriebsführung, Finanzierung, Versicherung, Rechtsberatung sowie Forschung und Aus- und Weiterbildung.

In Schleswig-Holstein stehen zurzeit 2.737 Windkraftanlagen mit einer Leistung von insgesamt 5.357 Megawatt (MW) (Quelle: MELUR, Genehmigungsbedürftige Windkraftanlagen in Schleswig-Holstein, Stand 30.12.2015). In ganz Deutschland sind es 26.000 Windturbinen mit einer Leistung von 41.650 MW (Quelle: Bundesverband WindEnergie). Damit stellt Schleswig-Holstein derzeit 13 Prozent der in der Bundesrepublik installierten Windkraftleistung. Bis 2025 soll die in Schleswig-Holstein an Land installierte Leistung noch einmal auf 10.500 Megawatt fast verdoppelt werden.

Seit über 30 Jahren werden in Schleswig-Holstein Windkraftanlagen gebaut. In Dithmarschen wurde 1983 der „Growian“, der erste Windkraftanlagen-Prototyp im Megawattbereich, errichtet. Heute stehen südlich von Husum Windkraftanlagen-Prototypen auf Deutschlands einzigem öffentlich organisierten Windtestfeld. Die Windtestfeld-Nord GmbH wurde von windcomm, dem Vorgängerprojekt der Netzwerkagentur EE.SH, mit gegründet. In Husum fand 1989 Deutschlands erste Windindustrie-Messe statt, wo die aktuellsten Entwicklungen ausgestellt wurden. Die HUSUM Wind ist bis heute eine der Leitmessen der Branche. Die Messe Husum & Congress GmbH ist Kooperationspartner der Netzwerkagentur EE.SH.

Viele Windparks in Schleswig-Holstein sind als Bürgerwindparks organisiert. Einwohner aus den Gemeinden, auf deren Fläche der Windpark steht, haben Anteile an der Betreibergesellschaft erworben. Dadurch verbleibt ein großer Teil der Investitionen und der Wertschöpfung, die mit dem Bau und Betrieb eines Windparks verbunden sind, in der Region (Studie „Regionalökonomische Effekte der Nutzung von Windenergie in Schleswig-Holstein“).

EE.SH unterstützt die Zusammenarbeit zwischen der Windbranche und anderen Energieträgern, damit die Energiewende gelingen kann und Arbeitsplätze in der Region enstehen. Das Projektteam organisiert zum Beispiel branchenübergreifende Veranstaltungen und vermittelt Kontakte zu Geschäftspartnern und der Verwaltung sowie Förderinstitutionen. Hier finden Sie weitere Informationen über unsere Dienstleistungen.

 
 

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