Energiewende findet in den Verteilnetzen statt

09.05.2017

Verband Kommunaler Unternehmen fordert mehr Systemverantwortung für Stadtwerke und eine entsprechende Anpassung des EnWG und des Gemeindewirtschaftsrechts

Der Verband kommunaler Unternehmen e. V. (VKU) fordert, bei der Energiewende eher auf die regionalen Verteilnetze als auf Stromautobahnen zu setzen und den Verteilnetzbetreibern eine stärkere Systemverantwortung einzuräumen. Dafür müsse der Bund die Regelungen zu den Aufgaben der Verteilnetz- und Übertagungsnetzbetreiber im Energiewirtschaftsgesetz (EnWG)  und die Länder ihr jeweiliges Gemeindewirtschaftsrecht anpassen. Dies geht aus einer Pressemitteilung der VKU hervor.

Verteilnetzbetreiber müssten als Systemmanager jederzeit in der Lage sein, die jeweils günstigste Flexibilitätsoption wählen zu können, um eine effiziente Versorgung zu gewährleisten. Energie solle soweit möglich auf lokaler und regionaler Ebene erzeugt, gespeichert und verbraucht werden. Dies müsse auch im EnWG festgelegt werden.

Verteilnetzbetreiber sollten als Verantwortliche für die Versorgungssicherheit ihre Kooperationspartner frei wählen dürfen. Der Bund solle daher eine Initiative ergreifen, um die Länder zu einer zeitgemäßen Anpassung ihres Gemeindewirtschaftsrechts zu motivieren.

Außerdem fordert der VKU, die Netzentgelte auf der Ebene der Niederspannung zukünftig unabhängig von der Menge des entnommenen Stroms zu bilden und die steigenden Betriebskosten der Verteilnetzbetreiber angemessen anzuerkennen.

Hier lesen Sie die vollständige Pressemeldung des VKU: „Verteilnetze als Schlüssel der Energiewende“.

Hier lesen Sie einen Artikel der Fachzeitschrift Erneuerbare Energien zu diesem Thema: „Waterkant-Stadtwerke wollen andere Netze“.

 
 
 
 
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