12.000 Arbeitsplätze in der Windbranche in Schleswig-Holstein

22.03.2017

12.000 Arbeitsplätze in der Windbranche in Schleswig-Holstein

Aktuelle, deutschlandweite Studie über die Entwicklung des Arbeitsmarktes in der Windindustrie von 2012 bis 2015: Offshore ist Jobmotor selbst für küstenferne Länder

Die Onshore- und Offshore-Windindustrie in Deutschland zählte 2015 insgesamt 143.000 direkte und indirekte Arbeitsplätze und erwirtschaftete etwa 13 Milliarden Euro Umsatz. Die Windenergie ist damit von Bayern bis Schleswig-Holstein zu einem unverzichtbaren Arbeitgeber geworden. Das ist das Ergebnis der Analyse „Beschäftigung in Deutschland durch Windenergie“, die der Bundesverband WindEnergie (BWE), VDMA Power Systems und die Offshore-Wind-Industrie-Allianz (OWIA) nun vorgelegt haben. Die Analyse für das Jahr 2015 wurde durch die Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung (GWS) durchgeführt. Sie ergänzt die Ende 2016 durch das Bundeswirtschaftsministerium veröffentlichten Gesamtzahlen.

Selbst Bundesländer, die einen deutlichen Nachholbedarf beim Zubau erneuerbarer Kapazitäten haben, sind im Bereich der Zulieferer aus dem Maschinen- und Anlagenbau, der Elektrotechnik und der IT-Industrie stark positioniert. Die Endfertigung der Anlagenhersteller erfolgt zwar überwiegend im Norden, die Zulieferindustrie hingegen verteilt sich auf alle Bundesländer mit den Schwerpunkten NRW, Baden-Württemberg und Bayern. Aber auch viele Unternehmen in Ostdeutschland sind wichtige Lieferanten für die Windindustrie. Während sich Service und Betrieb für Offshore-Parks langfristig an der Küste angesiedelt haben, verteilen sich Betreiber und Onshore-Servicefirmen über das ganze Land. Nachweislich schafft Windenergie so Beschäftigung auch in Ländern wie Baden-Württemberg (9.490 Beschäftigte) Bayern (11.820) oder Sachsen-Anhalt (13.120). Selbst Windenergie auf See hat substanzielle Beschäftigungseffekte auch in Ländern wie Nordrhein-Westfalen (2.420 Beschäftigte), Bayern (1.440) und Baden-Württemberg (1.150) sowie im klassischen Onshore-Land Schleswig-Holstein (2.470 durch Offshore-Windenergie).

Größter Arbeitgeber in Schleswig-Holstein war die Onshore-Windenergie mit 9680 Arbeitsplätzen im Jahr 2015 - ein Zuwachs von 35 % gegenüber 2012. Neuer Jobmotor ist aber die Offshore-Windenergie mit einer Verdreifachung der Arbeitsplätze in vier Jahren. Der Schwerpunkt liegt in der Planung, Errichtung sowie Service und Wartung. Allein im Offshore-Segment in Schleswig-Holstein kommen fast zwei von drei Arbeitsplätzen aus dem Service- und Wartungsbereich.

Hier finden Sie die vollständige Pressemitteilung „ZukunftsbrancheWindindustrie ist bundesweit ein starker Beschäftigungsfaktor“.

 
 
 
 
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