Baubeginn des Seekabels nach Norwegen

19.09.2016

Erster Spatenstich für deutsche Konverterstation zum "NordLink" - Kabel verbindet Wasserkraft aus Norwegen mit Wind- und Solarenergie aus Deutschland

Den ersten Spatenstich zur Errichtung der deutschen Konverterstation für das Seekabelprojekt NordLink haben die Projektpartner TenneT, Statnett und KfW (vertreten durch die KfW IPEX-Bank) zusammen mit dem schleswig-holsteinischen Energiewendeminister Robert Habeck, der norwegischen Botschafterin Elisabeth Walaas sowie den Bürgermeistern von Wilster und Nortorf ausgeführt.

NordLink ist der erste Interkonnektor, der die Energiemärkte Norwegens und Deutschlands direkt miteinander verbindet. Wenn die Strompreise in Deutschland höher als in Norwegen sind, weil Windkraftanlagen und Solarzellen nur wenig Strom produzieren, kann über NordLink Energie aus norwegischer Wasserkraft importiert werden. Das Stromkabel schafft eine Verbindung zu den Kapazitäten der Wasserkraftwerke in Norwegen und zu Wind- und Solarparks in Deutschland. Die Wasserreservoirs in Norwegen fungieren dabei quasi als „Energiespeicher“, denn bei Stromimport aus Deutschland kann das Wasser in ihnen verbleiben. Umgekehrt können sie bei Verbrauchsspitzen und gleichzeitig geringer Wind- und Solarenergieerzeugung in Deutschland genutzt und Strom nach Deutschland transportiert werden.

Das NordLink-Projekt wird von einem Konsortium realisiert, an dem zu jeweils 50% der norwegische Übertragungsnetzbetreiber Statnett sowie die DC Nordseekabel GmbH & Co.KG beteiligt sind. An DC Nordseekabel halten TenneT und die KfW jeweils 50 Prozent der Geschäftsanteile. DC Nordseekabel verantwortet Bau und Genehmigungen auf deutscher Seite.

Die 623 km lange Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) soll im Jahr 2020 fertig gestellt sein.

Die Pressemitteilung des Netzbetreibers Tennet lesen Sie hier: www.tennet.eu.

 
 
 
 
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