Ziel: Zwei Prozent der Landesfläche Windenergie-Gebiet

08.06.2016

Ministerpräsident Albig wirbt für Akzeptanz der Energiewende

In der Regierungserklärung des Ministerpräsidenten zum Ausbau der Windenergie warb Torsten Albig für eine Umsetzung der Energiewende gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern. „Unter den neuen bundesweiten Rahmenbedingungen können und müssen wir uns mit dem Ausbau der Windenergie mehr Zeit lassen“, sagte Albig im Landtag in Kiel.

Mit dem Energie-Kompromiss zwischen Bund und Ländern in der vergangenen Woche sei es gelungen, schlimmere Einschnitte für die Windenergie im Norden zu verhindern. „Kompromisse sind immer auch schmerzhafte Zugeständnisse, denn der Ausbau der Windenergie an Land wird gedeckelt“, gab der Ministerpräsident zu. Dafür habe Schleswig-Holstein mit dem Konzept der zuschaltbaren Lasten Erfolg gehabt: Bei Netzengpässen solle Ökostrom beispielsweise in Wärme oder auch Wasserstoff umgewandelt werden.

Albig plädierte für einen schnelleren Ausbau der Stromnetze. Schleswig-Holstein habe mit dem Planfeststellungsbeschluss für den zweiten Abschnitt der Westküstenleitung seine Hausaufgaben gemacht. Die Stromautobahn SüdLink werde aber wohl nicht fertig sein, wenn 2022 das letzte deutsche Atomkraftwerk vom Netz gehe. Der Ausbau des Netzes verzögere sich um weitere Jahre, weil es mehr aufwändige Erdkabel statt Freileitungen geben solle.

Für den Ausbau der Windenergie im Norden kündigte der Regierungschef die ersten Entwürfe der Regionalpläne nach der Sommerpause an. Als Zielgröße für die Vorranggebiete nannte er zwei Prozent der Landesfläche.

Hier finden Sie die Pressemitteilung zur Regierungserklärungvon Ministerpräsident Torsten Albig zum Windenergie-Ausbau.

 
 
 
 
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